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Betriebskonzept

Mit dem Winterfahrplan 2008 beginnt im Pustertal eine neues Kapitel der Verkehrspolitik: Das Konzept rund um die 2005 wieder in Betrieb genommene Vinschger Bahn galt bis dato als Vorzeigemodell im öffentlichen Nahverkehr - nun zieht das Pustertal nach.

Die neue Pustertal Bahn - eine große Herausforderung

Mit dem Inkrafttreten des neuen Winterfahrplans am 14. Dezember 2008 wird ein wichtiger Schritt hin zu einem modernen, attraktiven Nahverkehrskonzept gemacht. Durch den Halbstundentakt zwischen Franzensfeste und Bruneck steht dem Pustertal ein gänzlich neues Bahnangebot zur Verfügung, verbunden mit darauf abgestimmten Bus-Zubringerdiensten.

Deutliche Optimierung im Personenverkehr
Das neu ausgearbeitete Konzept bringt eine deutliche Optimierung im Personennahverkehr. Dazu kommen die Modernisierung der Bahnhöfe und das neue Rollmaterial, auch sie stellen eine deutliche Aufwertung dar und waren lang gehegter Wunsch vieler Pendler. So werden jetzt  rund 60 Prozent aller Fahrten auf der Pustertaler Bahnstrecke mit den neuen Zuggarnituren ausgeführt.
Um vor allem den Berufspendlern entgegen zu kommen gibt es morgens zwischen 7.30 und 9.00 Uhr halbstündliche Verbindungen zwischen Bruneck und Bozen und tagsüber fünf Direktverbindungen zwischen Innichen und Bozen bzw. Bruneck und Bozen.
Auch die Verknüpfungen an den beiden Knotenpunkten Franzensfeste und Innichen wurde verbessert. So wird man in Zukunft in Franzensfeste, nicht wie bisher auf Eurocity- und Intercityzüge umzusteigen, sondern auf  Regionalzüge, welche zuverlässiger sind als die Fernverbindungen.
Der Fahrplanwechsel 2009 schließt mit dem Halbstundentakt auf der gesamten Linie, den zweiten Schritt des Projekts der neuen Pustertaler Bahn ab.

Kein Halt - die technischen Gründe
Im Pustertal gibt es mit dem Fahrplanwechsel einen Mischverkehr zwischen Korridorzügen der ÖBB, den neuen Flirtzügen der Autonomen Provinz Bozen und den E464 Loks von Trenitalia. Das unterschiedliche Rollmaterial und das komplizierte Kreuzungsregime lassen es nicht zu, dass immer alle Haltestellen bedient werden: Die Korridorzüge beispielsweise müssen aufgrund ihres Gewichtes im Pustertal langsamer fahren und lassen deshalb einige Haltestellen aus (Vintl oder Olang). Damit der Halbstundentakt im unteren Pustertal realisiert werden kann, müssen einige Züge in Bruneck wenden.
Ab Dezember 2009 wird der Halbstundentakt auf der gesamten Pustertaler Linie Wirklichkeit und ab diesem Zeitpunkt, werden alle Züge - abgesehen von den Korridorzügen - in allen Bahnhöfen des Pustertales halten.